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    Die häufigsten Fehler beim Wechsel der Kfz-Versicherung – Damit du beim Sparen keinen wichtigen Schutz verlierst

    Ein Wechsel ist schnell gemacht – ein paar Klicks im Vergleichsportal, fertig. Ärgerlich wird es erst, wenn nach einem Schaden herauskommt, dass der neue Tarif genau das nicht zahlt, was der alte gezahlt hätte.

    Diese Fehler sehen wir in der Beratung immer wieder. Mit ein bisschen Sorgfalt lassen sie sich leicht vermeiden.

    1. Erst kündigen, dann einen neuen Vertrag suchen

    Die Reihenfolge ist wichtig: Erst den neuen Vertrag sicher haben, dann den alten kündigen. Die Haftpflicht muss dir zwar jeder Versicherer anbieten, Teil- und Vollkasko darf er aber ablehnen. Stehst du ohne Kasko da, ist das bei einem neueren Auto ein echtes Risiko.

    2. Nur auf den Preis schauen

    Der günstigste Tarif ist oft der mit den meisten Lücken. Prüfe beim Vergleich vor allem diese Punkte:

    • Grobe Fahrlässigkeit: Zahlt der Tarif auch, wenn du zum Beispiel eine rote Ampel übersehen hast?
    • Neuwert und Kaufpreis: Wie lange bekommst du bei einem neuen oder jungen Auto den Neuwert oder Kaufpreis ersetzt?
    • Marder und Tiere: Sind auch Folgeschäden nach einem Marderbiss versichert? Zahlt der Tarif bei Zusammenstößen mit allen Tieren oder nur mit Haarwild wie Rehen?
    • Deckungssumme in der Haftpflicht: Üblich und sinnvoll ist pauschal 100 Millionen Euro statt der gesetzlichen Mindestsummen.

    3. Den Vorversicherer nicht angeben

    Ohne Angabe deines bisherigen Versicherers kann der neue Versicherer deine Schadenfreiheitsklasse nicht prüfen. Das führt später zu Korrekturen und Nachforderungen.

    4. Fahrerkreis und Kilometer falsch angeben

    Wer fährt das Auto – nur du, dein Partner, auch die Kinder? Und wie viele Kilometer im Jahr? Ein kleinerer Fahrerkreis und weniger Kilometer machen den Beitrag günstiger. Stimmen die Angaben aber nicht, kann der Versicherer im Schadenfall nachfordern oder eine Vertragsstrafe verlangen.

    Gerade wenn Kinder den Führerschein machen und ab und zu das Auto der Eltern fahren, muss das gemeldet werden.

    5. Werkstattbindung übersehen

    Tarife mit Werkstattbindung sind günstiger. Dafür entscheidet im Kaskoschaden der Versicherer, in welcher Werkstatt repariert wird. Für viele ist das völlig in Ordnung – du solltest es aber bewusst wählen und nicht erst im Schadenfall bemerken.

    6. Schutzbrief doppelt bezahlen

    Bist du schon Mitglied in einem Automobilclub, brauchst du den Schutzbrief der Kfz-Versicherung oft nicht zusätzlich. Umgekehrt kann der Schutzbrief im Tarif günstiger sein als eine Mitgliedschaft. Ein kurzer Blick spart hier Geld.

    7. Die Frist verpassen

    Die Kündigung muss bis 30. November beim Versicherer sein, nicht nur abgeschickt. Lass dir den Eingang bestätigen und heb die Bestätigung auf.

    Du musst das nicht alles allein im Blick haben: Schick uns deine Beitragsrechnung, wir vergleichen Preis und Bedingungen und sagen dir, was ein Wechsel wirklich bringt.

    Häufige Fragen

    Erst den neuen Vertrag abschließen, dann kündigen. Teil- und Vollkasko darf ein Versicherer ablehnen. So stehst du nie ohne Schutz da.

    Vor allem auf den Verzicht auf den Einwand der groben Fahrlässigkeit, die Neuwert- oder Kaufpreisentschädigung, Marderbiss mit Folgeschäden, Zusammenstöße mit allen Tieren und eine hohe Deckungssumme in der Haftpflicht.

    Geschrieben von Martin Smits und Marc Hülsken, deine persönlichen Versicherungsmakler in KalkarStand: November 2026

    Allgemeine Informationen ohne Gewähr. Welche Leistungen und Kündigungsregeln gelten, richtet sich immer nach den Bedingungen deines Vertrags.