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    Privat 3 Min. Lesezeit

    Ärger im Job: Wann sich ein Arbeitsrechtsschutz auszahlt

    Kündigung, fehlender Lohn oder ein schlechtes Zeugnis: Streit mit dem Arbeitgeber kann teuer werden. Wir erklären, warum du vor dem Arbeitsgericht deinen Anwalt meist selbst zahlst und wie dich ein Rechtsschutz absichert.

    Die meisten Arbeitsverhältnisse laufen über Jahre ohne Probleme. Doch wenn es kracht, geht es schnell um viel: um deinen Job, dein Gehalt oder deinen weiteren Berufsweg. Spätestens dann stellt sich die Frage, ob du dir einen Anwalt leisten kannst.

    Typische Fälle aus dem Arbeitsleben

    • Kündigung: Du hältst sie für unberechtigt oder möchtest eine Abfindung aushandeln.
    • Lohn und Überstunden: Das Gehalt kommt zu spät, unvollständig oder gar nicht.
    • Arbeitszeugnis: Die Formulierungen schaden dir bei der nächsten Bewerbung.
    • Abmahnung: Du willst dich gegen einen Vorwurf wehren, bevor er dir später schadet.
    • Versetzung oder Beförderung: Es gibt Streit darüber, was dir zusteht.
    • Mobbing oder Diskriminierung: Du wirst am Arbeitsplatz unfair behandelt und willst dich wehren.
    • Aufhebungsvertrag: Dir wird ein Vertrag vorgelegt, und du willst wissen, ob du unterschreiben solltest.

    Die Besonderheit vor dem Arbeitsgericht

    Viele wissen das nicht: Vor dem Arbeitsgericht trägt in der ersten Instanz jede Seite ihre Anwaltskosten selbst, egal wie das Verfahren ausgeht. Selbst wenn du den Prozess gewinnst, bleibst du also auf deiner Anwaltsrechnung sitzen. Je nach Gehalt und Streitwert kommen da schnell mehrere tausend Euro zusammen.

    Dazu kommt Zeitdruck: Gegen eine Kündigung musst du innerhalb von drei Wochen nach Zugang Klage erheben. Wer erst lange überlegt, ob sich ein Anwalt lohnt, verpasst die Frist.

    Was der Arbeitsrechtsschutz übernimmt

    Ein Rechtsschutz mit dem Baustein Beruf zahlt im versicherten Fall unter anderem:

    • die Kosten deines Anwalts, auch schon für die Beratung,
    • Gerichtskosten und Kosten für Zeugen oder Gutachter,
    • in vielen Tarifen auch eine Mediation, also eine Einigung ohne Gericht,
    • oft auch eine telefonische Erstberatung durch einen Anwalt.

    Beim Vergleich der Tarife lohnt ein Blick auf die Selbstbeteiligung, die Versicherungssumme, die freie Anwaltswahl und darauf, ob auch die Beratung zu einem Aufhebungsvertrag mitversichert ist.

    Rechtzeitig abschließen

    Der wichtigste Punkt: Ein Rechtsschutz hilft nur bei Streit, der nach Vertragsbeginn entsteht. Für den Arbeitsrechtsschutz gilt außerdem meist eine Wartezeit von drei Monaten. Streit, dessen Ursache schon vor Vertragsbeginn lag, ist in der Regel nicht versichert. Wer erst abschließt, wenn die Kündigung schon auf dem Tisch liegt, ist zu spät dran. Deshalb lohnt es sich, darüber nachzudenken, solange alles ruhig ist.

    Den Arbeitsrechtsschutz gibt es meist als Teil eines Pakets, zum Beispiel zusammen mit Privat- und Verkehrsrechtsschutz. Gerade wer jeden Tag mit dem Auto zur Arbeit fährt, ist damit doppelt gut aufgestellt.

    So helfen wir dir

    Wir vergleichen die Tarife vieler Rechtsschutzversicherer und schauen, welche Bausteine du wirklich brauchst. Hast du schon einen Vertrag, prüfen wir, ob das Arbeitsrecht mit drin ist. Mehr Infos findest du auf unserer Seite zur Rechtsschutzversicherung, oder du buchst dir direkt einen Termin – im Büro in Kalkar oder am Telefon.

    *Dieser Ratgeber ersetzt keine Rechtsberatung. Im Streitfall hilft dir ein Anwalt für Arbeitsrecht weiter.*

    Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle Beratung. Leistungen und Bedingungen hängen vom jeweiligen Tarif ab.