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    Deine eigene Erklärung zu Vorerkrankungen – So schreibst du sie – und warum sie so viel bewirkt

    Ein Kreuz bei „Ja“ im Gesundheitsfragebogen sagt dem Versicherer nur, dass da etwas war. Was genau, wie schlimm und wie es dir heute geht, steht da nicht. Genau das erklärst du in deiner eigenen Erklärung.

    Sie ist kein Formular, sondern ein Text in deinen eigenen Worten. Wir bitten jeden, der mit Vorerkrankungen zu uns kommt, darum – zusammen mit dem vollständig ausgefüllten Fragebogen.

    Warum die Erklärung so wichtig ist

    Der Versicherer entscheidet nach dem, was er schwarz auf weiß vor sich hat. Fehlen Angaben, geht er oft vom ungünstigen Fall aus. Dann gibt es eher einen Ausschluss, einen Zuschlag oder eine Rückfrage, die Wochen kostet.

    Steht dagegen klar drin, dass eine Sache einmalig war, gut behandelt wurde und seit Jahren Ruhe ist, kann er das fair einordnen. Für die anonyme Risikovoranfrage ist deine Erklärung deshalb die wichtigste Grundlage.

    Was zu jeder Vorerkrankung hineingehört

    • Was: Welche Beschwerden hattest du, welche Diagnose hat der Arzt gestellt? Wenn du sie nicht genau kennst, schreib das dazu.
    • Wann: Wann ging es los, wann war die letzte Behandlung oder Kontrolle?
    • Wie behandelt: Hausarzt oder Facharzt, Medikamente, Physiotherapie, Krankenhaus, Operation, Reha?
    • Arbeitsunfähigkeit: Warst du krankgeschrieben? Ungefähr wie lange?
    • Heute: Bist du beschwerdefrei – und seit wann? Nimmst du noch etwas ein, gehst du noch zur Kontrolle?
    • Folgen: Ist etwas zurückgeblieben, das dich im Alltag oder im Beruf einschränkt?

    Eine Gliederung, die sich bewährt hat

    Schreib jede Vorerkrankung als eigenen kurzen Block, am besten in zeitlicher Reihenfolge. Das kann zum Beispiel so aussehen:

    1. 1Überschrift: Beschwerden oder Diagnose, so wie sie im Arztbericht steht
    2. 2Zeitraum: von wann bis wann, letzte Behandlung am …
    3. 3Behandelnde Ärzte oder Klinik: Fachrichtung und Ort reichen meist
    4. 4Behandlung: was gemacht wurde, welche Medikamente wie lange
    5. 5Krankschreibung: ja oder nein, ungefähre Dauer
    6. 6Heutiger Stand: beschwerdefrei seit …, keine Behandlung mehr seit …
    7. 7Anlagen: welche Berichte du beilegst

    Sachlich und vollständig ist wichtiger als schön formuliert. Zwei, drei Sätze pro Punkt sind oft genug.

    Tipps aus unserer Praxis

    • Nicht schönreden: Schreib, wie es war. Eine ehrliche Erklärung überzeugt mehr als eine geschönte.
    • Nicht aus dem Gedächtnis: Prüf deine Angaben mit einer Übersicht deiner Krankenkasse oder deiner Patientenakte.
    • Daten so genau wie möglich: Monat und Jahr reichen meistens, „ungefähr“ ist besser als nichts.
    • Berichte beilegen: Vorhandene Arzt- oder Krankenhausberichte schickst du einfach mit. Neue Atteste musst du dafür nicht extra anfordern.
    • Auch Kleinigkeiten: Wenn der Fragebogen danach fragt, gehört es in die Erklärung – lieber einmal zu viel erklärt.

    Häufige Fragen

    Nein. Schreib so, wie du es einem Arzt erzählen würdest. Wichtig ist, dass sie vollständig und verständlich ist.

    Dann schreib, was du sicher weißt, und markiere, was du schätzt. Fehlende Daten kannst du oft über deine Krankenkasse oder deinen Arzt nachholen.

    Bei der anonymen Voranfrage nicht. Wir schwärzen alles, was auf dich hinweist. Erst beim echten Antrag gehen die Angaben mit deinem Namen an den Versicherer, den du ausgewählt hast.

    Geschrieben von Martin Smits und Marc Hülsken, deine persönlichen Versicherungsmakler in KalkarStand: Oktober 2026

    Allgemeine Informationen ohne Gewähr. Welche Leistungen gelten, richtet sich immer nach den Bedingungen des gewählten Tarifs.

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