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    Was steht in meiner Krankenakte? – So fragst du nach – bevor du die BU beantragst

    Kaum jemand weiß noch genau, wann er vor vier Jahren beim Orthopäden war oder was der Hausarzt damals aufgeschrieben hat. Der Versicherer kann das im Leistungsfall aber nachprüfen.

    Deshalb lohnt sich vor dem BU-Antrag ein Blick in die eigenen Unterlagen. Das kostet etwas Zeit, schützt dich aber vor bösen Überraschungen.

    Warum das vor dem Antrag so wichtig ist

    Du musst die Gesundheitsfragen wahrheitsgemäß und vollständig beantworten. Beantragst du später eine BU-Rente, schaut sich der Versicherer deine Krankengeschichte genau an. Findet er dann Behandlungen oder Diagnosen, die im Antrag fehlen, kann er je nach Fall vom Vertrag zurücktreten, kündigen oder den Vertrag anpassen.

    Wer vorher nachschaut, beantwortet die Fragen auf sicherer Grundlage – und nicht aus dem Gedächtnis.

    Übersicht bei der Krankenkasse

    Bist du gesetzlich versichert, kannst du bei deiner Krankenkasse eine Übersicht der abgerechneten Leistungen und Diagnosen anfordern. Darin siehst du, welche Ärzte was abgerechnet haben und welche Diagnosen dabei angegeben wurden.

    Viele Kassen bieten dafür ein Formular oder einen Weg über ihre App oder ihr Online-Portal. Frag am besten gezielt nach den Diagnosen der letzten Jahre – mindestens für den Zeitraum, nach dem die Versicherer fragen.

    Bist du privat krankenversichert, helfen dir deine eingereichten Arztrechnungen. Je nach Versicherer bekommst du auch dort eine Übersicht.

    Patientenakte beim Arzt

    Du hast das Recht, deine Patientenakte bei deinen Ärzten einzusehen. Eine erste Kopie deiner Daten bekommst du nach Datenschutzrecht kostenlos.

    Am besten fragst du schriftlich in der Praxis nach. Sinnvoll ist das vor allem bei Ärzten, bei denen du öfter oder länger in Behandlung warst. Krankenhausberichte kannst du ebenfalls dort anfordern, wo du behandelt wurdest.

    Abrechnungsdiagnosen können überraschen

    Nicht jede Diagnose in der Übersicht passt zu dem, was du selbst erlebt hast. Manchmal steht dort ein Verdacht, der sich nie bestätigt hat, oder eine Diagnose, die schwerer klingt, als es war. Auch Tippfehler oder Verwechslungen kommen vor.

    Das ist ärgerlich, aber kein Grund zur Panik. Wichtig ist, dass du es vor dem Antrag weißt – dann kann man es klären und erklären.

    So gehst du vor

    1. 1Übersicht bei deiner Krankenkasse anfordern.
    2. 2Bei Ärzten, bei denen du länger in Behandlung warst, eine Kopie der Patientenakte oder der Berichte erbitten.
    3. 3Alles mit deinen Antworten im Gesundheitsfragebogen abgleichen.
    4. 4Auffälligkeiten notieren und in deiner eigenen Erklärung aufgreifen.
    5. 5Unterlagen mitschicken – wir sagen dir, wie das sicher geht.

    Plane etwas Zeit ein. Antworten von Kassen und Praxen dauern manchmal ein paar Wochen.

    Häufige Fragen

    Die erste Kopie deiner Daten bekommst du nach Datenschutzrecht kostenlos. Für weitere Kopien kann die Praxis unter Umständen etwas verlangen.

    Nein. Du fragst nur deine eigenen Daten ab. Einen Grund musst du nicht nennen.

    Du musst die Fragen des Versicherers beantworten. Was davon betroffen ist, hängt von der Frage und vom Zeitraum ab. Steht etwas in der Übersicht, das nicht stimmt, sprich uns an – weglassen ist keine Lösung.

    Geschrieben von Martin Smits und Marc Hülsken, deine persönlichen Versicherungsmakler in KalkarStand: Oktober 2026

    Allgemeine Informationen ohne Gewähr. Welche Leistungen gelten, richtet sich immer nach den Bedingungen des gewählten Tarifs.

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